"Fehlende Dokumentationen kosten eine Firma viel Geld"

Die Vorstände des VEFK e.V. sprechen über das Engagement in ihrem Verein

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Thomas Brimmer, Vorstand des VEFK e.V.

Thomas Brimmer (53) arbeitete 13 Jahren als gesamtverantwortliche Elektrofachkraft für die Philip Morris Manufacturing GmbH in Berlin.

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Georg Jaanineh, Vorstand des VEFK e.V.

Georg Jaanineh (56) ist der Gründer und Inhaber des Ingenieur- und Sachverständigenbüros Geltec in Hattingen. Die beiden Experten haben im vergangenen Jahr den VEFK e.V. (Verein elektrotechnischer Fach- und Führungskräfte) mitbegründet. Ihre Intension, der sowohl fachliche als auch moralische Schulterschluss mit Fach- und Führungskräften aus der Elektrobranche.

  • Herr Brimmer, Herr Jaanineh, wie viele Mitglieder hat Ihr Verein, und was kostet der Jahresbeitrag?

Zurzeit haben wir 35 aktive Mitglieder – aus unterschiedlichen Branchen und verschiedenen Altersgruppen. Jedes Mitglied zahlt 200 Euro pro Jahr als Beitrag. Diese Höhe müssen wir ansetzen, da wir unabhängig und selbstfinanziert sind und Ausgaben zum Beispiel für die Erstellung der Website haben.

  • Wer kann Mitglied beim VEFK e.V. werden?

In erster Linie Meister, Techniker oder Ingenieure aus dem Bereich der Elektrotechnik und des Beratungswesens. Aber auch Unternehmen – diese allerdings nur als zahlendes Mitglied, das heißt, sie können nicht direkt auf der Plattform mitwirken. Grundsätzlich ist jeder willkommen, der die Vereinsinteressen mit seinen persönlichen Talenten unterstützen möchte und der Vereinssatzung konform geht.

  • Warum kann der VEFK e.V. für Elektrotechniker und insbesondere Elektrofachkräfte interessant sein?

Sie können sich mit „ihren“ elektrotechnischen Problemen und Anliegen an uns wenden. In einem starken Netzwerk von Gleichgesinnten eingebunden, erhalten sie hier nicht nur den erforderlichen Rückhalt, sondern auch das richtige Knowhow für ein souveränes Auftreten gegenüber Vorgesetzten, Einkäufern und Lieferanten.

  • Haben auch Firmen einen Nutzen vom VEFK e.V.?

Aber ja! Werden Geräte, Maschinen und Anlagen ohne beziehungsweise mit lückenhafter Dokumentation geliefert, verzögert sich ihre Inbetriebnahme. Das kostet letztendlich viel Geld. Mit unseren Vorgaben kann die Unternehmensführung sicherstellen, dass die Produzenten die Unterlagen vollständig und fehlerfrei liefern und/oder die Hersteller entsprechend geschult wurden.

  • Wo können sich potenzielle Interessenten über den VEFK e.V. informieren?

Weiterführende Informationen sind auf unserer Website zu finden. Wir sind aber auch in den sozialen Medien wie XING, LinkedIN, Facebook und YouTube vertreten. In regelmäßigen Abständen informieren wir hier mit Kurzbeiträgen, sogenannten Posts und Videos über Mitglieder und Vereinsaktivitäten.

  • Die Teilnehmer sind alle bundesweit verstreut. Wie kommunizieren Sie miteinander?

Während der Corona-Krise hat sich das Videokonferenzsystem Google Meet bewährt. Darüber können wir uns parallel sehen, hören, chatten und auch Bildschirminhalte wie Dokumente oder Präsentationen mit den Teilnehmern teilen. Daher haben wir entschieden, dieses System auch in Zukunft weiter zu verwenden.

  • Welche Themen bearbeitet der Verein?

Zurzeit beschäftigt sich ein Arbeitskreis mit dem Thema „Erstprüfung“. Ein weiterer wird sich auch mit dem Aufbau und der Integration einer geeigneten Elektrosicherheitsorganisation im Unternehmen beschäftigen. Es kommt immer darauf an, mit welchen Anliegen beziehungsweise Problem die Teilnehmer sich an die Community wenden, was wir dann aufgreifen können. Es gibt noch viele Baustellen, die zu bearbeiten sind.