„Unser Ziel: das Ansehen der Mitglieder stärken“

Der VEFK e.V. stellt sich vor/Heute mit Thomas Brimmer (Vorstandsvorsitzender und Gründungsmitglied des Vereins)

 Herr Brimmer, was hat Sie und Ihre Kollegen dazu bewogen, den Verein für elektrotechnische Fach- und Führungskräfte zu gründen?

Thomas Brimmer: Seit den vielen Jahren, die ich als gesamtverantwortliche Elektrofachkraft in Unternehmen tätig bin, haben mir immer wieder die gleichen Themen gezeigt, dass in den Bereichen Elektro- und Arbeitssicherheit sowie in der Organisation Handlungsbedarf besteht. Auch die Fachgespräche mit Branchenkollegen aus anderen Industrien, die ich bei Tagungen und Kongressen kennengelernt habe, haben mir bestätigt, dass es nicht meine eigenen Probleme sind, sondern die Themen auch in anderen Bereichen anhängig sind. Das hat uns dazu bewogen, 2019 unseren Verein zu gründen, weil wir davon überzeugt sind, dass wir gemeinsam Dinge in die richtige Richtung bewegen können.

  • Was motiviert Sie persönlich, aktiv an der Vereinsgestaltung mitzuarbeiten?

Thomas Brimmer: Das sind - ganz klar - die Vereinsmitglieder. Zu vielen von ihnen habe ich mittlerweile ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut. Wir tauschen uns auch auf privater Ebene aus. Und wir haben gelernt, dass wir gemeinsam die besten Möglichkeiten und Strategien entwickeln können, um das Thema Arbeitssicherheit in unseren Unternehmen voranzubringen.

  • Hat sich die Arbeit im VEFK e.V. aufgrund der Corona-Pandemie verändert?

Thomas Brimmer: Nur unwesentlich. Weil wir schon vor Corona verteilt über ganz Deutschland waren und daher elektronische Medien nutzen mussten, um unsere Satzung zu entwickeln und um Strategiepapiere zu erzeugen. Corona hat uns nur gezeigt, dass mit Video-Konferenzen hier einfach schnellere Ergebnisse erzielt werden können. Und wir haben natürlich auch die Zeit genutzt, da sehr viele unserer Mitglieder im Homeoffice waren, dass wir hier auch effizienter arbeiten konnten, als es vielleicht im Vorfeld der Fall war.

  • Wie zeitaufwendig ist die Mitarbeit im Verein?

Thomas Brimmer: Das ist von der Funktion der Mitglieder im Verein abhängig. Mitglieder des erweiterten Vorstands kommen schätzungsweise durch Teilnahme an Sitzungen, Verfassen von Mitgliederinformationen und die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern auf zwei bis vier Stunden pro Woche. Die übrigen Mitglieder sind durch die Arbeit in den Arbeitskreisen rund ein bis drei Stunden für den Verein aktiv.

  • Wer kann Mitglied im VEFK e.V. werden, und was bietet der Verein seinen Mitgliedern?

Thomas Brimmer: Was wir nicht wollen, sind Mitglieder aus der Industrie beziehungsweise richtige Industriemitgliedschaften aufzubauen, weil wir uns als Lobby der verantwortlichen Elektrofachkräfte sehen und nicht als Interessengemeinschaft von Herstellern. Wir sind letztendlich ein privater Verein, der seine Mitglieder im täglichen Geschäft stärken will.

  • Wie werben Sie neue Mitglieder an?

Thomas Brimmer: Viele unserer neuen Mitglieder sind auf Empfehlung bereits aktiver Mitglieder dem Verein beigetreten. Darüber hinaus sind wir mit Beiträgen zu Personen und der Arbeit im Verein in sozialen Medien wie XING, LinkedIn, Facebook und Youtube vertreten. Dies und unsere Teilnahme an der jährlichen Elektrosicherheitstagung eTALK des Veranstalters Geltec soll Elektrofachkräfte zur Mitgliedschaft im Verein bewegen.

  • Soll die Mitgliedschaft im Verein nur das Ansehen der Elektrofachkräfte stärken oder bietet sie noch weiteren Zusatznutzen?

Thomas Brimmer: Das kann ich auch eigener Erfahrung klar bestätigen. Da Mitglieder des Vereins sich persönlich gut kennen und schätzen, eröffnet sich auch vereinzelt die Möglichkeit Mitglieder beim Arbeitsplatzwechsel zu unterstützen Kürzlich errichten uns auch Anfragen von Unternehmen, die auf der Suche nach einer VEFK sind.

  • Wo sehen Sie den Verein in 10 Jahren?

Thomas Brimmer: Der VEFK e.V. muss sich klar als Marke innerhalb Deutschlands etabliert haben. Dass sowohl die Veröffentlichungen, die wir herausgeben - seien es Standards oder Bewertungen von Dienstleistungen - ernst genommen werden, als auch dass unsere Mitglieder in ihrem Unternehmen Ansehen erwerben, das ihrer Rolle gerecht wird.

  • Und zu guter Letzt: Der VEFK e.V. in einem Satz…?

Thomas Brimmer: Eine starke Gemeinschaft fördert die Elektrosicherheit.

Zur Person

Thomas Brimmer wurde 1966 in Offenburg geboren und ging dort zur Schule. Nach dem Abitur 1986 studierte er Elektrotechnik an der Universität Karlsruhe. 1992 beendete er das Studium mit einem Diplomabschluss. Danach erwarb er erste Berufserfahrung als Applikationsingenieur bei einem Start-Up Unternehmen für Prozessrechnertechnik. Seit 1998 ist er in wechselnden leitenden Positionen innerhalb des Engineerings, der Informationstechnologie und der Elektrotechnik sowie als GVEFK bei internationalen Industrieunternehmen tätig. Thomas Brimmer ist verheiratet und hat einen Sohn. In der Freizeit treibt er gerne Sport oder unternimmt Reisen mit der Familie.